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Stadtteilmütter
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Zehn Jahre Stadtteilmütter in Salzgitter

Stadtteilmütter (STM) sind Frauen, die selbst einen Migrationshintergrund haben, im je-weiligen Stadtteil wohnen und dort auch sozial verankert sind. Sie sind Multiplikatorinnen mit Vorbildfunktion, haben Deutschkenntnisse und können Familien mit Migrationshintergrund in vielen Fragen Hilfestellung anbieten. Die Stadtteilmütter nehmen Kontakt zu den Familien mit Migrationshintergrund des Stadtteils auf und vermitteln Informationen, Rat und auch Hilfe. Die Stadtteilmütter finden einen Zugang zu Familien, die als schwer erreichbar gelten. Weil sie aus dem gleichen Umfeld kommen wie die betreuten Familien, kann die Kontaktaufnahme besser gelingen. Die Besuchten fühlen sich als Gast-geber, nicht als Klienten. Damit steigt die Akzeptanz für Veränderungsvorschläge.

Stadtteilmütter in Salzgitter
In Salzgitter gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Jobcenter, den umliegenden Schulen und Kitas, den Integrationslotsen, dem Fachdienst Kinder, Jugend und Familie, dem Fach-dienst Soziales und die Mitarbeit in Arbeitskreisen und Gremien.
Die Arbeit der Stadtteilmütter ist sehr erfolgreich. Sie erreichen viele Familien in Salzgitter Bad und am Fredenberg mit verschiedenen Schwerpunkten. In Kitas und Schulen er-leichtern sie Eltern und Kindern das Verständnis des deutschen Bildungssystems, sie helfen älteren Menschen, die sich in Notlagen befinden, sorgen für einen guten Kontakt zwischen KundInnen und SachbearbeiterInnen im Jobcenter, vermitteln eine große Zahl von Menschen in Deutschkurse, sorgen für Hausaufgabenbetreuung von Kindern mit Migrationshintergrund und bilden in vielen Zusammenhängen eine Brücke zwischen MigrantInnen und der deutschen Gesellschaft und ihren Institutionen.
Im Laufe der Jahre hat sich die Funktion der Stadtteilmütter als Garantinnen für die Teil-habe von Familien mit Migrationshintergrund am öffentlichen Leben und Aktivitäten im Gemeinwesen verstärkt. Die Stadtteilmütter werden inzwischen selbstverständlich in städtische Aktivitäten und Stadtteilangebote einbezogen und sorgen ihrerseits für die Teilnahme vieler Migrantinnen und Migranten im Sinne einer Integration durch Teilhabe.
Ein Schwerpunkt der Tätigkeit in den letzten zwei Jahren ist der Zugang zum Arbeitsmarkt geworden. Die langjährigen, koordinierenden Stadtteilmütter betreuen MigrantInnen in Arbeitsmarktprogrammen und Projekten, die einen Einstieg ins Arbeitsleben ermöglichen.

Vorgänger des STM Projektes war die erfolgreiche Kooperation zwischen AWO und FredenbergForum im Rahmen der „Sozialen Stadt“ Fredenberg und der Projekte „SVO“ (Stärken vor Ort) und „LOS“ (Lokales Kapital für soziale Zwecke), die damals in enger Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Salzgitter durchgeführt worden sind. Hier waren die ersten drei Stadtteilmütter als Teilnehmerinnen dabei und sind durch ihr Engagement und ihre Lernbereitschaft dem Jobcenter positiv aufgefallen.
2010 – 2012: drei STM Arbeitsgelegenheit / Jobcenter (Hatice Sen/ Filiz Sivis/ Zeliha Cardak)
2012 - 2014: vier neue STM zusätzlich über Bürgerarbeit (Arbeitsmarktprogramm)
Bis 2016 Verlängerung STM über Bürgerarbeit
Ab 2017 übernimmt die Stadt und bewilligt zwei halbe Stellen für STM im AWiSTA
Diese beiden Stellen koordinieren die weiteren MitarbeiterInnen, die über verschiedene Projekte und Arbeitsmarktprogramme beschäftigt werden.
Ab 2021 Verlängerung bis Ende 2022 über die Stadt

(Text: Rudi Karliczek)
 

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